Mi 11
November 2020
19:00
Konzert
Kesselhaus
SCOTT STAPP   *** Ex-Creed-Sänger zurück auf Solo-Tour. *** Scott Stapp hat es als Songwriter und Frontmann der Grammy-gekrönten Rock-Giganten Creed zu Weltruhm geschafft, weltweit stehen mehr als 50 Millionen verkaufte Alben zu Buche, was Creed u.a. in die Top 10 der meistverkauften Bands der 2000er-Jahre brachte. Aber auch als Solokünstler, der mit seinem Solo-Debüt „The Great Divide“ 2005 Platin einstreichen konnte, und auf dem Nachfolger „Proof Of Life“ (2013) mit „Slow Suicide“ sogar eine Billboard-Nummer Eins schaffte, ist der Mann aus Florida inzwischen ein gefragter Solokünstler. Sein neuestes Album „The Space Between The Shadows“ (2019) befasst sich mit einer neuen Perspektive nach dem größten Kampf seines Lebens, der bislang schon fünf Jahre andauert. Die neuen Songs dokumentieren eine Suche nach Sinn und Erlösung in einer Welt voller Schatten, in der das Licht erkämpft werden will. Jetzt kündigt der 46-Jährige nur sieben Monate nach Veröffentlichung seines dritten Albums auch eine weitere Europa-Tournee mit 22 Daten in 13 Ländern an, in deren Rahmen er auch im November 2020 für sieben Konzerte nach Deutschland kommen wird. Der Titel der Tour ist dabei ebenso pragmatisch wie wegweisend: THE SURVIVOR TOUR. Das Publikum kann dabei neben Auszügen aus seinen drei Solo-Alben natürlich auch die zahlreichen Nummer Eins-Hits seiner Band Creed erwarten, allen voran das Grammy-prämierte „With Arms Wide Open“ aus dem Diamant-Album „Human Clay“ (1999).  Der Fokus der kommenden Tour liegt allerdings auf dem aktuellen Werk „The Space Between The Shadows”, seinem ersten Solo-Album nach sechs Jahren Pause, wobei Scott Stapp mit der Single-Auskoppelung „Purpose For Pain” seine höchste Single-Chartierung seit 2005 feiern konnte. Auf seinen bisher absolvierten umjubelten Tourneen durch Nord- und Südamerika kam dabei die ganze Klasse seines Können zum Tragen, unterstützt von einer Bühnenshow, wie man sie von dem Mann seit jeher gewohnt ist: Power, Pyros und Hymnen, die eine der besten Rockstimmen der letzten Jahrzehnte unverkennbar geprägt hat. Scott Stapp hat es in den letzten Jahren, in der Pause von fünf Jahren, nicht immer leicht gehabt, seine Erfahrungen während dieser Zeit hat er als Grundlage nicht nur der Single „Survivor“ gemacht, sondern gleich ein ganzes, introvertiertes, aber doch optimistisches Album abgeliefert.  Der Kampf um sein Comeback ist gelungen und der US-Amerikaner zeigt mit „The Space Between The Shadows“, dass er noch immer in der Lage ist, mitreißende Rock-Songs und gefühlvolle Balladen zu kreieren. Jetzt ist er zurück, besser denn je und fragt gleich rhetorisch: “How ya like me now?!” Denn mit seinem dritten Album befasst Scott Stapp sich nicht nur mit der Vergangenheit, wie er seine Dämonen in den Griff bekommen hat, sondern feiert auch gefallene Helden und die Tatsache, dass man nie aufhören solle zu kämpfen. Wie wahr ist das doch in diesen unsicheren Zeiten…    
SCOTT STAPP
So 15
November 2020
20:00
Konzert
Maschinenhaus
Ina Regen
Leuchten - Tour 2020
Aus dem Nichts direkt in die Herzen der Fans. Ina Regen ist der Shootingstar der Austro-Pop-Szene. Im April 2020 spielt die sympathische Österreicherin erstmals ihre eigene Headliner-Tour in Deutschland. Mit ihrer Debütsingle „Wie A Kind“ eroberte die Singer-Songwriterin ihr Heimatland Österreich binnen kürzester Zeit. Als erstes, fast naives »Hallo« lädt Ina Regen im November 2017 ihren ersten Song auf YouTube hoch. Kein Label, kein Management, keine Marketing- oder Promotionstrategie. Nur eine Künstlerin, die endlich den Mut findet, ihre eigene Musik zu machen. „Wie A Kind“ überraschte über alle Genres und Formate hinweg. Mehr als eine Million Views auf dem dazugehörigen YouTube-Video, Platz #1 der iTunes Charts und landesweites Airplay sprechen eine deutliche Sprache. Und der Erfolg hält an. Im November 2018 veröffentlicht die Sängerin und Pianistin ihr erstes Album „Klee“. In ihrem nativen, österreichischen Dialekt singt die Grieskirchenerin gefühlvoll und sanft über Heimat, Ferne und alles dazwischen. "Ich bilde in meinen Liedern das Leben so ab, wie ich es erlebe.", beschreibt die Sängerin und Pianistin ihre Musik. Neben einem Gold Award wird „Klee“ im Folgejahr mit den Amadeus Award für das „Album des Jahres 2019“ ausgezeichnet. Während Ina Regen in ihrer Heimat eigene ausverkaufte Konzerte spielt, steht sie im August 2019 erstmals als Support für die französische Sängerin ZAZ auf deutschen Bühnen und tourt seit dem 8. November mit Gregor Meyle. „Als jahrelanger Gregor Meyle - Fan geht mit diesen Winterkonzerten natürlich ein weiterer Traum in Erfüllung. Ich freu mich wahnsinnig darauf, gemeinsam mit meinem Gitarristen Florian Cojocaru für diesen großartigen Liedermacher seine Konzertabende zu eröffnen.“, sagt Ina Regen dazu. Im April 2020 wird nun ein weiterer Traum wahr. Unter dem Titel „Leuchten“ spielt die 35-Jährige ihre erste eigene Deutschland-Tour. Und wir freuen uns jetzt schon, uns von ihrer kristallklaren Stimme, ihrem oberösterreichischen Dialekt und der wohltuenden Wärme ihrer Erzählungen verzaubern zu lassen. Foto: Gerd Schneider
Ina Regen<br><small>Leuchten - Tour 2020</small>
Di 17
November 2020
20:00
Konzert
Kesselhaus
jazzwerkstatt präsentiert
Carla Bley Trio
im Rahmen von "New York Journey"
CARLA BLEY piano / ANDY SHEPPARD soprano & tenor saxophones / STEVE SWALLOW bass Beitrag jazzecho.de vom 12.02.:  "Life Goes On" ist das dritte Album in einer Reihe, die 2013 mit "Trios" begann und 2016 mit "Andando El Tiempo" fortgesetzt wurde. Erneut in Lugano aufgenommen und von Manfred Eicherproduziert, bietet es markante neue Musik der amerikanischen Komponistin und Pianistin Carla Bley. Ihr Trio mit dem Saxophonisten Andy Sheppardund dem Bassisten Steve Swallowkann schon auf eine lange gemeinsame Geschichte zurückblicken (das erste Album in dieser Konstellation war 1994 "Songs With Legs"). Bley hat bereits für Ensembles der verschiedensten Größenordnungen komponiert, aber im Laufe der Zeit kristallisierte sich das Trio als das ideale Format heraus, um die Essenz ihrer Arbeiten zum Ausdruck zu bringen. Auf "Life Goes On" wird Carlas unverwechselbares Klavierspiel, das mitunter an die lakonische Musiksprache von Thelonious Monkoder Erik Satieerinnert, durchweg wunderbar von Swallows ebenso eloquenter wie eleganter Bassgitarre und Sheppards sehnsuchtsvollen Saxophonen flankiert. Dieses Trio hat einen einzigartigen kollektiven Klang, der - wie der britische Telegraph kürzlich feststellte - eine "musikalische Meisterschaft von seltener Qualität" widerspiegelt. "Wir haben gelernt, gemeinsam zu atmen, wenn wir spielen", erzählte Carla Bleyunlängst der Charleston City Paper. "Wenn ich für uns komponiere, höre ich unsere Stimmen in meinem inneren Ohr. Ich genieße insbesondere den Gesprächsfluss, den das Trio-Format ermöglicht. Wir sind im Grunde genommen ein Kammermusikensemble, und das erlaubt mir, für uns Musik zu schreiben, die frei ist von Bombast und Übertreibungen. Musik, die auf ihre Grundelemente reduziert ist. Dieses Format erfordert es auch, dass wir als Spieler gemäß dem Charakter jedes einzelnen Liedes improvisieren. Und das ist zum einen eine Herausforderung und an einem guten Abend auch eine große Befriedigung." Die hier vorgestellten neuen Kompositionen, die allesamt aus Carlas Feder stammen, nehmen die Form dreier Suiten an. Jede von ihnen wurde von dem Trio bei Konzerten und Festivalauftritten in den USA und Europa ausgiebig ausgelotet und feinabgestimmt. Erst danach erfolgten im Mai 2019 die Aufnahmesessions im Auditorio Stelio Molo RSI in Lugano. "Das ist Musik, die wir in den vergangenen drei Jahre vorbereitet haben", verriet Carla BleyDownBeat, als das Trio im Rahmen der Feierlichkeiten zum 50jährigen Jubiläum von ECMbeim Big Ears Festival in Knoxville/Tennessee auftrat. "Der Grund dafür, dass wir touren, ist, dass wir die Musik so jede Nacht üben und weiter verbessern können. Wenn die Musik erst einmal aufgenommen wurde, ist sie nicht mehr zu ändern." Auch wenn Letzteres angesichts des Improvisationsvermögens der drei Musiker eher unwahrscheinlich ist, hat eine solche Aufnahme doch einen definitiven Charakter. "Life Goes On" beginnt mit dem stoischen Klang eines 12-taktigen Blues. Das Titelstück des Albums hatte Carla geschrieben, als sie sich von einer Erkrankung erholte. In dem für sie typisch skurrilen Booklet-Text - der diesmal in Reimforn daherkommt - spielt sie darauf an. "Die ganze Suite strahlt ein optimistischeres Gefühl aus als das melanncholisch-schwermütige 'Andante El Tiempo'", befand der Kritiker Jack Kenny in Jazz Views nach einem Auftritt des Trios in London. "Die beiden Mittelteile, 'On' und 'And On', sind mit Esprit und Humor geschrieben. Der letzte Teil, 'And Then One Day', geht von einem Tango in einen ruhigeren Rhythmus über. Das ist eine großartige Ergänzung zu Bleys Repertoire, hell und optimistisch." Während Andy Sheppardin den ersten drei Sätzen mit seinem kraftvollen Tenorsax imponiert, wechselt er für den vierten Satz zu leicht schwebenden Sopranklängen, wobei er sich die instrumentale Führungsrolle mit Steve Swallowteilt, der auf seinem E-Bass eine persönliche, äußerst lyrischen Spielweise entwickelt hat. "Beautiful Telephones" ist vielleicht die erste Jazzkomposition, die auf einem Zitat des derzeitigen Bewohners des Weißen Hauses beruht. Laut JazzTimes zeigt das Stück "Bley in sardonischer Bestform... Das im Duo mit Swallow vorgestellte getragene und filmische Thema wand sich durch verschiedene elegische Stimmungen, die von einer Reihe von Zitaten - darunter 'The Star-Spangled Banner' und 'Yankee Doodle' - durchbrochen wurden." Carla Bleyselbst beschreibt es als "ein Stück, in dem es erst begeistert und dann ungeduldig und dann wieder begeistert zugeht und sich dann alles verändert. Nichts bleibt so, wie es ist, denn wegen der kurzen Aufmerksamkeitsspanne des Präsidenten müssen wir auch die Musik schnell ändern." In der dritten Suite, "Copycat" betitelt, erkunden die Musiker schließlich auf neue Art und Weise die Idee des "Call & Response"-Prinzips, indem jeder improvisierend die Gedanken der anderen fortspinnt. Das verleiht den Imitationsspielen, die Bestandteil der Jazzinteraktion sind, einen leicht surrealen Dreh, wenn die Musiker Phrasen zum Kommentieren und Elaborieren untereinander herumreichen.  
<small><small>jazzwerkstatt prsentiert</small></small><br>Carla Bley Trio<br><small><small>im Rahmen von 'New York Journey'</small></small>