Fr 09
Oktober 2020
20:00
Konzert
Kesselhaus
Brings Die von den Brüdern Peter und Stephan Brings gegründete Band hat in den zwei zurückliegenden Jahrzehnten schon so ziemlich alle Hochs und Tiefs erlebt, die man als Musiker erleben kann. Ende der 1990er hatte die Band mit den berühmten Vätern (neben Rolly Brings sind das Gesangslegende Tommy Engel  und der Politiker Norbert Blüm) ihre besten Jahre schon vermeintlich hinter sich. Dann gelang ihnen im Jahr 2000 mit „Superjeilezick“ das, was man gut und gerne als Sechser im Lotto bezeichnen kann. Diese zündende Powerpolka ist mit jedem Jahr bekannter geworden und gehört mittlerweile weit über den Karneval hinaus zu den populärsten Songs Kölscher Mundart überhaupt. Dank „Superjeilezick“ öffneten sich für Brings Tür und Tor in der närrischen Hochburg Köln. Für die Band begann eine neue Zeitrechnung samt einem rundum gelungenen Imagewandel.  Dann ging es eigentlich Schlag auf Schlag. Kaum eine Karnevalssession in den letzten Jahren ist ohne einen neuen Stimmungshit von Brings ins Land gezogen. „Poppe, Kaate, Danze“ (anfänglich noch als Skandalnummer gehandelt, mittlerweile eine der ganz großen Zugnummern der Band), „Su lang mer noch am Lääve sin“, "Halleluja", Dat is Geil“,oder auch das stets rührseligen Stimmungsaufruhr auslösende „Mama, wir danken dir“ sind klingende Beweise, wie gut Brings die Befindlichkeiten und Seelenlagen ihrer Mitmenschen kennen. Einen absolut guten Riecher haben sie auch für originelle Coverversionen entwickelt: „Man müsste noch mal 20 sein“ (die Adaption des 50er-Jahre-Hits vom Kölner Urgestein Gerhard Jussenhoven) und dem Zarah-Leander-Evergreen „Nur nicht aus Liebe weinen“ haben sie mit Schmackes neues Leben eingehaucht. Dabei verstehen sie es aufs Beste, Zigeunermelodien, Polkas und anderen folkloristischen Zündstoff nahtlos in ihre eigenen Songs einzubauen und mit der Wucht von Rockmusik zu verstärken. „In einem Karnevalsset versuchen wir, in einer halben Stunde die Essenz von einem Konzert wiederzugeben. Wir wollen den Leuten  Lust darauf machen, doch mal vorbeizukommen und sich ein richtiges Konzert anzugucken“, sagt Peter Brings, der sich mit seinen Mannen, mit energiegeladener Bühnenperformance und unermüdlicher Livepräsenz auf bundesweiten Tourneen und Festivals und auch im Karneval in jede Performance mit Leib und Seele reinhängt: Keiner schwitzt lauter, keiner verausgabt sich sichtbarer, keine Band im deutschsprachigen Raum lässt die Zuschauer auf Konzerten fühlbarer und unmittelbarer an Ihrer Musik teilhaben. Brings haben noch nie ein Blatt vor den Mund genommen. Dass sie bisweilen mit ihren Songs auch angeeckt sind, hat sie letztendlich nur noch populärer gemacht.  Die ersten zehn Jahre haben Brings noch ein anderes Leben geführt. Ihr bodenständiger Mundart-Rock hatte schnell landesweit einen hervorragenden Ruf. Schon 1991, im ersten Jahr nach der Bandgründung, gaben sie gleich reihenweise Konzerte. Auftritte bei „Rock am Ring“ oder im „Rockpalast“ waren der beste Beweis für ihr Renommee als überzeugender Live-Act. Rückblickend sind Brings besonders stolz auf ihre ersten, von Klaus „Major“ Heuser produzierten Alben, allen voran „Kasalla“ aus dem Jahr 1992, jenem Jahr, in dem Brings sich in der AG Arsch huh neben vielen anderen Bands und Musikern aus dem Rheinland politisch stark engagierten. Viele Songs von Brings zeichnen sich schon damals durch Lebensnähe und Lokalkolorit aus, und spiegeln so die Liebe zu ihrer Stadt und dessen Menschenschlag wider.  Ein weiteres Highlight in der Bandgeschichte war das Open-Air-Konzert, das Brings mit zahlreichen prominenten Gästen (Klaus Lage, The King, Purple Schulz) anlässlich ihres zehnjährigen Bandjubiläums vor 25.000 Zuschauern im Kölner Volksgarten gaben.  Den bisher  größten Erfolg aber feiert die Gruppe Brings im Jahr 2011. Mit Ihrem "Geburtstagskonzert" zum 20-jährigen Bestehen der Band, das im Sommer 2011 vor über 45.000 Besuchern im RheinEnergieSTADION in Köln stattfand, schrieben sie definitiv Stadtgeschichte. Ein solches Konzert, von einer kölschen Band hatte es im Kölner Stadion vorher noch nie gegeben. Auch hierzu lud die Band wieder einige Gäste auf die Bühne ein. Unter anderem das Kölsche Urgestein Tommy Engel und als Mutter der deutschen Rockmusik, Nina Hagen, die gemeinsam mit der Gruppe Brings das Publikum begeisterten.  2016 feiert die Band ihr 25 Jähriges erneut im RheinEngergieSTADION. Über ein einziges Wochenende sicherten sich die Fans ihre Tickets, so dass diese Jubiläumsparty schon als ausverkauft gelten kann. Somit begrüßen BRINGS 50.000 Fans am 4.6.2016!
Brings
Di 13
Oktober 2020
20:00
Konzert
Kesselhaus
Baxter Dury   *** wird verschoben *** Das Konzert findet am 01.03.2021 im Columbia Theater statt. Der Sohn von Ian Dury ("Sex And Drugs And Rock And Roll") hatte eigentlich nie vor, in die musikalischen Fußstapfen des Vaters zu treten. Wäre ja auch viel zu offensichtlich. Erst mit 30 fängt der Jahrgang 1971 langsam an, Musik zu produzieren. Vater Ian ist bereits tot, als Baxter Dury konsequenter an eigenen Songs feilt. Auf die "Oscar Brown"-EP 2001 folgt 2002 das Debütalbum "Len Parrot's Memorial Drift". Indie-Songwritertum, Bohemian Cool und ein sarkasmusgewandtes Understatement prägen den speziellen Dury-Funk. Ob mit Streichern oder Synthies, jederzeit croont sich der Sänger aus dem britischen Wingrave, Buckinghamshire durch Tracks voller Ennui und Augenrollen. "I don't think you know who I am – I'm the sausage man", heißt es etwa in einem Dury-Song, der wie so oft alles und nichts über dessen Identität aussagt. Blinzelnder englischer Humor und Untertöne aus Existenzialismus und Versagensangst prägen seine Musik. Klar ist andererseits, dass sich seine Musik im Umfeld der Flaming Lips, Arab Strap, Magnetic Fields und in Nachbarschaft zu subtilem Discofunk bewegt; und dass Durys Weg zur Musik ein umweglastiger ist. Die Schule bricht Baxter vorzeitig ab, derweil ihm Jazz, Funk und Soul einen sinnigeren Ausweg aus der Normativität bedeuten. Er arbeitet später eine Weile in einem Uhrenladen und wirkt in einigen Indie-Filmprojekten mit. Doch erst die Freundschaft mit Rough Trade-Gründer Geoff Travis verhilft seinem musikalischen Ich auf die Sprünge. Nach dem Tod des Vaters sucht sich Dury kreative Unterstützung bei Portisheads Geoff Barrow und Adrian Utley sowie Pulps Richard Hawley und veröffentlicht seine Premieren-EP. Die wird prompt "Platte der Woche" im britischen Fachblatt NME. Später erscheinen Durys Platten beim Indie PIAS. Foto: Presse_consense
Baxter Dury
So 18
Oktober 2020
20:00
Konzert
Kesselhaus
Henrik Freischlader Band
Missing Pieces Tour 2020
Mit einem vielversprechenden neuen Studio-Album geht die Henrik Freischlader Band im Herbst 2020 auf Tour und freut sich darauf, überall dort zu spielen, wo handgemachte Musik gefragt ist. Abseits von Inszenierungen und Showelementen darf sich das Publikum auf eine Band freuen, die jeden Abend musikalisch neu und anders gestaltet, und die Tradition des Blues durch die Flexibilität jedes Einzelnen sensibel in die heutige Zeit überführt. Henrik Freischlader hat sich in den vergangenen 15 Jahren seinen Platz in der Bluesszene erspielt. Mit 9 Studio- und 6 Livealben, gemeinsamen Auftritten mit BB King, Gary Moore, Peter Green und Johnny Winter, sowie unzähligen Konzerten in kleinen und großen Clubs, hat sich der Autodidakt seinem Publikum vorgestellt und freut sich heute über eine treue Fangemeinde. Moritz Meinschäfer (Schlagzeug), Armin Alic (Bass), Roman Babik (Hammond Orgel) und Marco Zügner (Saxophon) komplettieren seit zwei Jahren eine Band, die sich auch abseits der Bühne als eine Gemeinschaft versteht. Die Freude am Zusammenspiel, der Spaß an Dynamik und Improvisation und ganz besonders die Liebe zum kleinsten Detail zeichnen die fünf Musiker aus. Die rockige Ausrichtung früherer Tage trifft auf moderne und mitreißende Grooves und leidenschaftliche Soloeinlagen der einzelnen Musiker.  „Wenn eine Band es schafft, 20 Minuten lang bei Zimmerlautstärke über ein Drei-Ton-Riff so intensiv zu improvisieren, dass nicht eine Sekunde Langeweile aufkommt und das Publikum so mucksmäuschenstill zuhört, dass man eine Gitarrensaite hätte fallen hören können – dann ist das große Kunst." Uwe Plien, RP Online Besetzung: Henrik Freischlader – Gitarre & Gesang Roman Babik – Orgel & Keyboards Moritz Meinschäfer – Schlagzeug Marco Zügner – Saxophon Armin Alic – Bass Foto: Timo Wilke
Henrik Freischlader Band<br><small>Missing Pieces Tour 2020</small>
Fr 23
Oktober 2020
20:00
Konzert
Kesselhaus
45 Jahre Engerling
Das Jubiläumskonzert 2020 mit Freunden & Weggefährten
Damals war's, im Januar 1975 bestiegen fünf junge Herren die Bühne eines Gasthofes in Mahlow bei Berlin. "Engerling" heißen die, sagte der Kneiper und fügte hinzu: "....na, mit dem Namen werden die aber nicht weit kommen...   Irgendwie passten sie in all den Jahren nirgends so recht ins Konzept und haben es doch geschafft, sich selbst und ihrem Publikum treu zu bleiben. Den DDR-Kulturfunktionären schien die Band um Pianist und Songwriter Wolfram Bodag als Blues-Band zu weit weg vom Idealbild des liedhaften Rock „als eigenständigen DDR-Beitrag zur internationalen Musikkultur", als dass man sie wirklich hätte groß raus kommen lassen. Blues-Puristen dagegen kritisierten mangelnde Authentizität einer Bluesband, die sich um die Einhaltung des originalen Zwölf - Takt - Schemas wenig scherte und statt dessen Blueselemente nach Belieben mit Rock- und Soulelementen vermengte oder sich gar in lange Improvisationen verstieg, die viel eher ins psychedelische Flower-Power-Lager gepasst hätten. Seit 45 Jahren feilt die Ost-Formation beharrlich an ihrem eigenen Stil mit intelligenten Texten im Grenzbereich zwischen Deutschrock und eben doch Blues und hat sich damit ein treues, aber ganz und gar nicht "ostalgisches" Publikum geschaffen. 2005 erschien eine edle 5 CD-Box mit allen 5 Studioalben und allen 5 Singles. Ein neues Studio - Album von Engerling ist in Arbeit und die erste DVD erschien im Juli 2007. Die musikalischen Qualitäten der Band nutzt seit 25 Jahren auch die in Detroit, USA, lebende Rocklegende Mitch Ryder in dem er mit Engerling seine Tourneen in Europa ( D, A, CH, B, NL, F, E, SE ) bestreitet. 2004 wurde die gemeinsame DVD „At Rockpalast“ veröffentlicht - seit April 2012 als Doppel-DVD die kompletten Konzerte + Interviews; im Februar 2017 erschien von Mitch Ryder & Engerling die 8. CD "Stick This In Your Ears " und vom 12.2. - 15.3.2020 gehen sie gemeinsam zum 25. Mal auf Tour. Besetzung: Wolfram Bodag ( ld, key, voc, harm), Heiner Witte (git), Manne Pokrandt (bg) Hannes Schulze (dr).
45 Jahre Engerling<br><small><small>Das Jubilumskonzert 2020 mit Freunden & Weggefhrten</small></small>