Sa 08
Dezember 2018
20:00
Konzert
Kesselhaus
Wenzel & Band
Wo liegt das Ende dieser Welt?
Wenzels neue CD „Wo liegt das Ende dieser Welt“ lässt die Welt im Mondlicht erscheinen wie einen fernen Stern. Behutsam suchen die Lieder nach Wegen aus unerträglicher Nähe in ersehnte Ferne. Durchtanzte Nächte voller Geheimnisse, in denen gefragt wird, warum die Erde keine Scheibe ist und warum man nicht im Ballett spricht. Surreale Mixturen einer Welt, die am Abhang balanciert. Feinsinnig musiziert und sanft gesungen, gerufen mit heiserer Stimme und geflüstert ins Unbekannte. Die Spuren der Zeit filigran eingezeichnet in Träume und Befürchtungen. „Nur der Mond mit seinem Licht/ Der zerteilt die Erde nicht.“ Wenzel ist Autor, Komponist, Musiker, Sänger, Schauspieler und Regisseur. Tourneen führten ihn durch Frankreich, Österreich, Amerika, Nikaragua, Kuba, die Türkei, u.a.. Wenzel stand mit Arlo Guthrie, Randy Newman, Billy Bragg, Konstantin Wecker und vielen anderen Musikern auf der Bühne. Wenzel hat Ehrungen überstanden von der GOLDENEN AMIGA, dem Heinrich-Heine-Preis über den Deutschen Kleinkunstpreis, dem Preis der deutschen Schallplattenkritik (acht Mal), sowie den Preis der Liederbestenliste. Wenzel bleibt sich treu und kümmert sich weder um Schubladen noch modische Attitüden. Sein Werk speist sich aus einer schier unerschöpflichen Quelle. Die neue CD „Wo liegt das Ende dieser Welt“ erscheint im Herbst 2018 beim Label matrosenblau, im Vertrieb von Indigo, Hamburg. Konzertbesetzung: Wenzel: Gesang, Gitarre, Akkordeon, Piano Hannes Scheffler: Gitarren, Bass Thommy Krawallo: Gitarren, Bass Stefan Dohanetz: Drums, Perkussion Manuel Abreu: Trompete
Wenzel & Band<br><small>Wo liegt das Ende dieser Welt?</small>
Do 13
Dezember 2018
20:00
Konzert
Kesselhaus
Keimzeit
Ins Irrenhaus und zurück
Gegen Ende der 1970er Jahre traten die vier Geschwister Norbert, Hartmut, Roland und Marion Leisegang aus dem Ort Lütte bei Bad Belzig noch mit gepflegten Coverversionen bei Familienfeiern und in Kneipen auf. 1980 formierten sie sich dann unter dem Namen Jogger zu einer Band. Norbert Leisegang wurde zum Frontmann und begann, rockige und bluesige Songs mit deutschen Texten zu schreiben. So entschied man sich 1982 zu einer Umbenennung in KEIMZEIT. Zu diesem Zeitpunkt ahnte noch niemand, dass es wenige Jahre später eine der spannendsten Bands der DDR werden sollte, denen mit dem Titelsong ihres ersten Albums „Irrenhaus“ ohne es zu ahnen ein „Wendehit“ gelang: Die Textzeile „… Irre ins Irrenhaus, die Schlauen ins Parlament. Selber schuld daran, wer die Zeichen der Zeit nicht erkennt …“ sprach vielen jungen Menschen aus dem Herzen. Es war kurz vor der Wende im Jahr 1989 als KEIMZEIT nach vielen Jahren des Tingelns beim Rundfunk der DDR endlich die Gelegenheit bekam, ihre Lieder für das Debüt­ Album „Irrenhaus“ professionell aufzunehmen. Seitdem wurden sie auch im Radio gespielt – vor allem beim Jugend radio „DT64“. „Wir wussten erst gar nicht, dass wir schon gespielt wurden“, erinnert sich Norbert Leisegang. „Doch dadurch, dass das eine Rundfunk­ Produktion war, haben sich die Redakteure von „DT64“ gleich nach Fertigstellung schon Songs wie ‚Flugzeuge ohne Räder‘ und ‚Mama, sag mir warum‘ als sogenannten ‚Ohrwurm‘ rausgepickt.“ Die Hörer waren begeistert und die Resonanz auf die Lieder durchweg positiv. Der Startschuss für das erste Keimzeit Album war gefallen. 2018 ist es nun fast genau 30 Jahre her, dass die Band ihr epochales Album „Irrenhaus“ aufgenommen hat. In der Band entstand daher der Wunsch nochmal mit allen Songs dieses besonderen Albums auf Tour zu gehen. „Das Album ‚Irrenhaus‘ passte irgendwie zu den verworrenen Zeiten um 1989 / 90“, so Leisegang. „Alles war im Aufbruch und auch von unserem Alter her – wir waren alle so Ende Zwanzig, Anfang Dreißig – war alles ziemlich turbulent. Das Album hat deswegen auch eine ganz eigene Aura. Es besteht fast ausschließlich aus substantiell starken Songs, die wir bis heute immer wieder gern ins Programm genommen haben und die die Fans lieben.“ Zur Tour sollen deshalb auch alle „Irrenhaus“­-Lieder gespielt werden, die mit der aktuellen Besetzung und neuen Soundmöglichkeiten natürlich anders, vielleicht auch moderner, klingen. Wobei Norbert Leisegang schon Wert darauf legt, dass die Lieder nicht neu arrangiert werden, es soll schon eine echte Reminiszenz des Werkes sein, das 1989 in der Urbesetzung der Band mit Norbert, Hartmut und Roland Leisegang, Ulle Sende, Matthias Opitz und Ralf Benschu eingespielt wurde. Produzent war damals übrigens Peter Nölle, der den bis dahin – was Studioaufnahmen betraf – ahnungslosen Jungs erst mal eine Einführung in Aufnahmetechnik und -prozedur verpasste. Norbert Leisegang erinnert sich noch gut an die Aufnahmen: „Wir hatten den Luxus aus 30 Songs 12 der besten Titel auswählen zu können. Da hat uns auch keiner reingeredet, das haben wir allein entscheiden können. Dann haben wir diese Songs quasi live eingespielt. Im Studio stand ein 24 ­ Spur Tonbandgerät, wir wurden mit Mikrofonen ausgestattet und los ging es. Wir haben das Album immer nachts aufgenommen, weil das Studio nur ab 22 Uhr frei war. Die Lieder wurden dann jeden Tag so bis 3 Uhr eingespielt, was uns aber ehrlich gesagt, in unserer Lebensweise gut zu pass kam.“ Die Songs auf „Irrenhaus“ haben auch heute nichts von ihrer Aktualität verloren. Der Hofnarr, den Mario Zimmermann seinerzeit so spontan gezeichnet hat, zeigt uns mehr denn je, die lange Nase. Solange neue und alte Strömungen wieder zum Angriff auf humanistische Werte blasen und die eigene Kultur in Haft nehmen wollen, sind Songs wie „Irrenhaus“, „Hofnarr“, „Flugzeuge ohne Räder“ und „Mama, sag mir warum“ mehr als klingende Zeitbilder, Mahner dafür, dass man die Freiheit nicht geschenkt bekommt. In jedem Fall dürfen sich die Menschen 2018 auf ein außergewöhnliches Konzertereignis freuen, das Kopf und Herz in Balance bringt, Erinnerungen an turbulente Zeiten wachruft und nicht zuletzt mit wirklich starken Songs überzeugt. KEIMZEIT spielt die Tournee „Ins Irrenhaus und zurück“ in der aktuellen Besetzung: Norbert Leisegang (Gesang, Gitarre), Hartmut Leisegang (Bass), Andreas „Spatz“ Sperling (Piano, Orgel, Gesang), Martin Weigel (Gitarre, Gesang), Sebastian Piskorz (Trompete, Gesang) und Lin Dittmann (Schlagzeug).
Keimzeit<br><small>Ins Irrenhaus und zurck</small>
Fr 28
Dezember 2018
20:00
Konzert
Kesselhaus
MOTÖRHEAD TRIBUTE CONCERT - THE KING OF KINGS
mit Skew Siskin & Nitrogods
"Rock'n'Roll ist definitiv nichts für alte Leute, das ist amtlich. Unser Geheimnis ist wohl, dass wir eigentlich immer noch Kinder sind." – Lemmy Kilmister Am 28. Dezember 2015 ist Lemmy Kilmister, Frontmann der Rock 'n' Roll-Band Motörhead, gestorben. Die hinterbliebenen Bandmitglieder fordern: "Spielt Motörhead laut, spielt Hawkwind laut, spielt Lemmys Musik LAUT. Hebt einen auf ihn, oder mehrere. Erzählt euch Geschichten. Feiert das Leben, wie es dieser liebenswerte, wundervolle Mann selbst so heftig gefeiert hat. Er hätte es genau so gewollt." Und das machen wir am 28.12. in der KulturBrauerei. Im Rahmen des MOTÖRHEAD TRIBUTE CONCERT – THE KING OF KINGS spielen live bei uns im Kesselhaus Skew Siskin und Nitrogods in Andenken an eine Rock-Legende. Skew Siskin: Die aus Berlin stammende Band Skew Siskin entwickelte sich rasant vom unbekannten Lokalmatador zum international anerkannten Act. Nach dem Erscheinen von ihrem Debütalbum mit der Single „If Walls Could Talk“ hieß es touren und nochmal touren, um das Album zu promoten. Unter anderem waren Skew Siskin mit Bands wie Black Sabbath, Accept, Saxon und Monster Magnet unterwegs. Als sie das erste Mal 1993 im Vorprogramm von Motörhead auftraten, fanden sie in Bandleader Lemmy Kilmister einen großen Fan und Förderer. Er entschied sich zur weiteren Zusammenarbeit mit den Berlinern. Skew Siskin haben ganze 79 Mal in 21 Jahren Motörhead supportet. Die Freundschaft mit Lemmy hielt bis zu seinem Tod.  Nitrogods: „Attitude was one reason for the birth of this band. Another is pure lust in playing our music and pride for keeping things real.” – so beschreibt sich die 2011 gegründete Band selbst. Die deutsche Band macht ihr Motto zum Programm, überzeugt mit rauem, authentischen Rock ’n’ Roll und konnte so auch Nazareth-Sänger Dan McCafferty und Ex-Motörhead-Gitarrist "Fast" Eddie Clarke als Gastmusiker für ihr erstes Studioalbum gewinnen. Ihrem unverkennbaren Stilmix aus hartem Rock, Psychobilly, Punk und Blues treu geblieben veröffentlichten sie 2014 ihr zweites Album „Rats&Rumours“. Wir sehen uns am 28.12.2018 im Kesselhaus der Kulturbrauerei.
<small>MOTRHEAD TRIBUTE CONCERT - THE KING OF KINGS <br>mit Skew Siskin & Nitrogods</small>